Aus dem Griechischen stammende Bezeichnung für Fische der Unterfamilie Coregonindae und Sammelbegriff für die unterschiedlichen Felchen-, Maränen und Renkenarten. Alle wissenschaftlichen Versuche, die Gattung der Coregonen mit ihren zahlreichen Arten, Unterarten, Formen und lokalen Rassen zu systematisieren, könnten Bände füllen. Allein das Beispiel der Art Coregonus lavaretus (Blaufelchen) verdeutlicht dieses. Dieser Fisch kommt auf der nördlichen Erdhalbkugel in etwa 70-75 Unterarten vor, die sich äusserlich sehr ähnlich sind und sich nur an kleinen Details, z.B. in der Anzahl und Länge der Kiemenreusendornen unterscheiden. Die Felchen der alpinen und voralpinen Seen in der Schweiz und in Europa sind von lokaler wirtschaftlicher Bedeutung. Es ist im Gegensatz zu der Wanderform des Ost- und Nordseeeinzugsgebietes eine Form, die keine Laichwanderungen unternimmt. Die Fische halten sich in grossen Schwärmen zusammen und durchstreifen das Freiwasser der Seen. Als Nahrung dient ausschliesslich Zooplankton.
Gemeinsame Merkmale aller Coregonen sind ein lang gestreckter, seitlich abgeflachter Körper; Kopf mit spitz zulaufender Schnauze, vergleichsweise kleiner Maulspalte; Zähne fehlen oder sind nur schwach entwickelt, stark eingekerbte Schwanzflosse, kleine Fettflosse, Schuppen im Vergleich zu den Salmoniden relativ gross; Grundfärbung silbrig mit meist grünlich-bläulichen Tönungen auf dem Rücken; kommen vorwiegend in den alpinen und voralpinen Seen der Schweiz, Deutschland und Österreich vor, sind verbreitet in der ganzen nördlichen Hemisphäre. Die wichtigsten heimischen Coregonen lassen sich in folgende zwei Artengruppen einteilen: Schwebfelchen und Bodenfelchen.
Schwebfelchen mit den Formen Blaufelchen und Gangfisch
Schwebfelchen/Blaufelchen (Coregonus lavaretus). In den Alpen- und Voralpenseen lebende Coregonenart. Auch bekannt als Albock, Reinanke, Riedling und Sterzling. Im Schnitt werden die Schwebfelchen/Blaufelchen etwa 1-3 Pfund schwer, Fische von 4-6 Pfund werden jedoch gelegentlich auch gefangen
Der Gangfisch (Coregonus macrophtalmus). Man bezeichnet ihn auch als "Edelmaräne", ist eine hauptsächlich im Bodensee sowie in den Voralpenseen lebende, relativ kleine aber sehr schmackhafte Felchenart
Bodenfelchen mit den Formen Sandfelchen und Kilch
Sandfelchen (Coregonus nasus). Auch Bodenfelchen genannt. Felchenarten, die gerne in alpinen und voralpinen Seen leben. Äusserlich ist die Sandfelche nicht von der Blaufelche zu unterscheiden
Der Kilch (Coregonus pidschian) Auch als Bodenfelche bekannt. Den Coregonen zugehörig wird er ebenso als "Kleine Bodenfelche" bezeichnet. Durchschnittlich bringt die Bodenfelche ein Gewicht von etwa 500 Gramm bei einer Grösse von 20-30 cm auf die Waage. Die dicht am Grund lebenden Fische sind in den Alpen- und Voralpenseen beheimatet und ein überaus beliebter Speisefisch
Weitere Coregonenarten
Maränen (Coregonus maraena). Verschiedene Arten sind: Kleine Maräne (Coregonus albula), wird 12-35 cm lang und lebt in Landseen am Rande der Ostsee; Grosse Maräne (Coregonus lavaretus maraena), zu der auch der Ostseeschnäpel gehört, wird 40 bis 90 cm lang und kommt gleichfalls in den Binnenseen des Ostseegebietes vor