Home
Index
Felchenfieber 13
Der Felchenfischer
Die Felche I
Die Felche II
Die Nymphen I
Die Nymphen II
Nymphenbinden
Bindeanleitungen
Die Insekten I
Die Insekten II
Die Natur
Die Technik I
Die Technik II
Gambe / Hegene
Rute, Rolle & Zubehör
Geräte Infos
Gewässer
Fischküche
Felchenrezepte  01-05
Felchenrezepte  06-10
Felchenrezepte  11-15
Felchenrezepte  16-20
Fishing History`s
Testberichte I
Testberichte II
Testberichte III
Testberichte IV
Testberichte V
Testberichte VI
Testberichte VII
Movies
Forum
Partner
Links
Gästebuch
Kontakt / Impressum
Felchenfieber 12
Felchenfieber 11
Felchenfieber 10
Felchenfieber 09
Felchenfieber 08
Felchenfieber 07
Felchenfieber 06
Felchenfieber 05
     
 



Die Wasserschnecken


Für gewöhnlich halten sich die Felchen, wie die meisten ihrer Verwandten (Coregonen), in den tieferen Stellen der Gewässer auf. Die Nahrung besteht hauptsächlich aus wirbellosen Tieren (Makrozoobenthos), welche in den Binnenseen leben und von denen viele erst durch Untersuchung des Mageninhaltes der Fische den Forschern bekannt geworden sind. Zu ihrer Beute zählen auch kleine Wasserschnecken. Aus diesem Grund empfiehlt es sich, den Mageninhalt von Zeit zu Zeit zu überprüfen. Lässt das Ergebnis den Schluss zu, dass die Felchen zurzeit vermehrt Schnecken zu sich nehmen, wird für uns Felchenfischer ein Imitat derselben als Köder mehr als Interessant! Vor allem dann, wenn unsere „Normalen“ Nymphen schlecht oder teils gar nicht genommen werden, können weitere Zoobenthos Imitationen für eine angenehme Überraschung sorgen. Ich selber habe schon oft erlebt, dass nach dem wechseln auf eine Gambe/Hegene mit solchen Ködern die Felchen wie ausgetauscht waren, ja gar fast verrückt danach schnappten. Diese Köder haben sich vor allem auf dem Gewässergrund und knapp darüber bewährt. Ein Top Felchenköder der vielen Fischern nicht bekannt ist, oder deren Bedeutung oft unterschätz wird.


Wasserschnecke / Imitation


Facts: Die Untersuchungen verschiedener Bioindikatoren wie höhere Wasserpflanzen, Kieselalgen, wirbellose Tiere der Gewässersohle (Makrozoobenthos) und Fische dient der Beurteilung der Gewässergüte; nicht nur der Wasserqualität, sondern auch der Struktur des Gewässers. Biologische Untersuchungen können die Beurteilungen des chemischen Zustandes eines Gewässers massgeblich ergänzen. Als Makrozoobenthos bezeichnet man die wirbellosen Tiere der Gewässersohle, die von blossem Auge sichtbar sind. Es handelt sich dabei vor allem um Larvenstadien von Insekten, Würmer, Krebsen, Schnecken, Muscheln, Egel und Milben. Sie dienen als Nahrung für die Fische, weiden Algen ab und wirken beim Abbau abgestorbener Pflanzen mit.


Kleine Wasserschnecke


Facts: Auf dem Grund des Bielersees wimmelt es von Kleinstlebewesen. Auf einem einzigen Quadratmeter Gewässersohle wurden bei Untersuchungen stellenweise mehr als 65’000 Insektenlarven, Krebschen, Schnecken, Muscheln und Würmer nachgewiesen. Die Artenzusammensetzung der Lebensgemeinschaften zeigt, ob an den Untersuchungsstellen natürliche oder anthropogen (vom Menschen verursacht) beeinflusste Bedingungen vorliegen. In den frei fliessenden Gewässerabschnitten wurden noch viele anspruchsvolle Arten vorgefunden, die für ihre Entwicklung auf gute Wasserqualität angewiesen sind und auch Stellen mit vielfältigen Strukturen und Strömungen benötigen. In staubeeinflussten Abschnitten und an Stellen mit massiv verbauten Ufern dominieren hingegen anspruchslose Arten.


Imitation und Orginal


Oft stellt sich die Frage: „Wer ist ein „guter“ Fischer?“ Ein „guter“ Fischer ist für mich derjenige, der auch dann noch einen Fisch fängt, wenn alle Anderen keine mehr überlisten. Für mich zeigt sich dann glasklar, dieser Fischer hat sich mehr mit der Materie auseinandergesetzt als der Rest der anwesenden Kameraden. Aber, deshalb sind Jene keineswegs die „schlechteren“ Petrijünger, nicht ein Jeder hat dasselbe Ziel vor Augen!

Felchenfischer.ch möchte mit solchen Berichten und Infos gerade diesen Gleichgesinnten, die aus welchen Gründen auch immer nicht die Zeit dazu finden sich näher mit der Materie auseinanderzusetzen, die vielfältigen Möglichkeiten aufzeigen und dem Fangerfolg näherbringen. Schaut einmal in die Mägen eurer gefangenen Felchen und auch wenn ihr auf Anhieb nichts Interessantes habt feststellen können, versucht es mit Imitationen von kleinen Wasserschnecken. Diese stehen mit Sicherheit auf dem Speiseplan der Coregonen.


geschrieben am: 16. Februar 2009 / RR


Home