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Felchen Bewirtschaftung


Der natürliche Entwicklungszyklus der Felchen, selbstverständlich aber auch der von anderen Fischen, ist verschiedenen Orts durch unterschiedliche äussere Einflüsse gefährdet. Die Nutzung der Wasserläufe für die Energieversorgung sowie Umweltverschmutzungen stehen an erster Stelle. Die Resultate der Wassernutzung sind grosse Wasserstandsschwankungen und die zu geringen Restwassermengen und die sind dafür verantwortlich, dass ein Grossteil des Fischlaiches abstirbt. Dabei geht wertvoller Nachwuchs verloren! Natürliche Laichwanderungen der Fische können nicht mehr stattfinden, künstliche Verbauungen bilden oft unüberwindbare Hindernisse. In der Gesamtheit dieser Beeinträchtigungen begründet sich die Legitimation für den Laichfischfang der Felchen und die fischereiliche Bewirtschaftung im Allgemeinen.


Felchen Bewirtschaftung


Oberstes Ziel der Bewirtschaftung aus Sicht der Fischerei muss die Arterhaltung sein. Ein Aussterben, gleich welcher Fischart, soll durch Besatzmassnahmen, wenn notwendig auch durch Nutzungsverbote (Moratorium), verhindert werden. Die Artenzusammensetzung wird mit der Fischbewirtschaftung wesentlich beeinflusst. z.B. im Bielersee werden von den Berufsfischern vor allem Felchen als „Brotfisch“ (Existenzgrundlage) gefangen. Dadurch verschiebt sich die Artenzusammensetzung im See und um dies zu verhindern, werden wieder junge Felchen eingesetzt, sozusagen als Ersatz für die von den Fischern entnommenen Fische. Aus der heutigen Sicht der Bewirtschafter geht klar hervor, dass man von einer gesamten Betrachtung eines Gewässers ausgehen muss und so werden heutzutage wesentlich mehr Faktoren dafür in Betracht gezogen. Es geht nicht mehr nur darum, durch Fang entstandene Defizite auszugleichen.


Darstellung der Entwicklung vom Ei zum Dottersackfischchen


Die Bewirtschaftung eines Gewässers muss (Bundesgesetzes über die Fischerei) eine nachhaltige Nutzung des Bestandes ermöglichen. Dazu muss in erster Linie das Ertragsvermögen eines Gewässers ermittelt werden. Sowenig wie man beim Anpflanzen von Gemüse seinen Ertrag steigern kann, indem man die doppelte oder dreifache Menge des Saatguts verwendet, genauso wenig lassen sich Fischbestände durch die Besatzmenge beliebig erhöhen. Die Grösse, die Struktur, die Wasserqualität und das Nahrungsangebot des Gewässers sind sehr wichtige Faktoren die es zu beachten gilt. Diese umfassende Betrachtungsweise neuerer Zeit hat auch für die heutigen Schweizer Gewässerbewirtschafter entscheidende Auswirkungen auf die fischereiliche Bewirtschaftung der Gewässer. Unter Berücksichtigung der jeweiligen gewässerspezifischen Anforderungen und Förderung der Naturverlaichung wurden die Besatzmengen mehrheitlich reduziert - Der Ertrag aber, konnte trotzdem gesteigert werden. Pro Fisch und Natur. In diesem Sinne!

geschrieben am: 07. Mai 2008 / RR


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