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Von Fischer für Fischer


Stucki Felchenlaufrolle

Stucki FelchenlaufrolleIn den 60er Jahren erkannte der innovative und äusserst kreative Werner Stucki aus Thun die Möglichkeiten und Vorteile einer Laufrolle beim Fischen. Und wie es ihm Eigen war, dauerte es nicht lange und die ersten Modelle kamen auf den Markt. Zu der Auswahl gehörten die Rheinlaufrolle, die Aarelaufrolle und die Stuckilaufrolle. Erstere beide waren reine Flusslaufrollen und die Stuckilaufrolle wurde nach und nach für das reine Felchenfischen weiterentwickelt. In den Anfängen wurden mit Schleifbremsen gearbeitet, die aber eher zur Feststellung der Rollen beim Transport gedacht waren und weniger für den Einsatz beim Fischen. Ein Novum für die damalige Zeit war die Verwendung eines Splinten, der dazu diente (auch Heute noch), die gewünschte Tiefen in denen „Mann“ die Felchen gefunden hatte, schnell und problemlos wieder zu finden. Das Prinzip war und ist ganz einfach, hatte „Mann“ die richtige Tiefe gefunden, brauche man nur noch den Splinten durch die Lochbohrungen am Spulenrand zu stecken und die Tiefe war justiert. So konnte und kann man nach dem Drill oder dem wechseln der Gambe/Hegene nur noch die Schnur ablaufen lassen und diese stoppt dank dem Splinten immer in der gewünschten Tiefe.


Feststellschraube auf der AchseDer Grundstein war gelegt und schon bald bekam der Werner Stucki Konkurrenz auf dem Laufrollenmarkt. Roman Bovet begann mit dem Bau seiner Laufrollen, den Robo – Laufrollen. Diese Laufrollen (allen voran die Felchenlaufrolle) warteten schon bald mit einer Neuheit auf, der Feststellvorrichtung, die mittels Feststellschraube auf der Achse arretiert werden konnte. Das geniale daran ist bis heute die Tatsache, dass sich diese Feststellung, die als rein dieses und nicht als Bremse zu verstehen ist, in der Vorwärtsbewegung, ob beim Drill, oder ganz einfach beim heraufziehen der Gambe/Hegene von alleine löst. Mit-, wenn nicht gar Hauptverantwortlich für diese Neuerung war und ist Urs Bernhard. Dem Urs, ein Fischer mit Leib und Seele, waren die Wünsche der Felchenfischer aus erster Hand bekannt und da ihm das „Splintensystem“ nicht so ganz gefallen wollte, lag es auf der Hand, dass er nicht ruhte, bis es zu der heutigen Lösung mit der selbstlösenden Feststellschraube kam. Werner Stucki, Roman Bovet und Urs Bernhard, wir die Felchenfischer Danken euch für eure Pionierarbeit!


Exklusive Farben bei Urs BernhardIm Jahre 2002 übergab Roman Bovet seine Lizenzen an Stucki und von da an waren die Stucki Felchenlaufrollen, so wie wir sie bis Dato kennen, geboren. Eine Besonderheit ist aber bis heute geblieben, die Stucki Felchenlaufrollen in 5 sehr gefälligen Farben sind noch heute exklusiv und nur bei Urs Bernhard erhältlich! Ich freue mich euch mitteilen zu können, dass die Firma Stucki (Glardon, Herr Rösch) mir zugesichert hat, dass die Felchenlaufrolle aus dem Hause Glardon demnächst auf vielfachen Wunsch unzähliger Felchenfischer, in einer anderen Farbe daher kommen könnte. Wir warten mit Spannung darauf und bedanken uns schon mal zum vorraus für ihre innovative Einstellung. Von Fischer für Fischer, vielen Dank!


Stucki FelchenlaufrolleBei genauer Betrachtung hat die Qualität der Laufrolle beim Felchenfischen eher eine untergeordnete Bedeutung. Die Laufrolle dient hier hauptsächlich der Aufnahme der Schnur und gebremst wird eh mit dem Zeigefinger, der feinsten Bremse der Welt! Dennoch halte ich gutes Material und eine saubere Verarbeitung der Rolle für wichtig, da eine wackelnde Laufrolle das Fischen eher behindert als ihm dient. Für mich sind bei der Auswahl einer Laufrolle folgende Kriterien wichtig: wie der Funktion untergeordnete Formen ohne Designspielereien, unauffällige (aber gefällige) Farben, widerstandsfähige Lackierung oder Beschichtung, leichtes aber dennoch stabiles, präzise verarbeitetes Material, grosser Spulendurchmesser, runder Lauf, einfache Demontage (wenn die Schnur zwischen Rolle und Rollenhalter auf die Achse fällt), Wartungsfreiheit und nicht zuletzt eine zahlbarer Preis!


die Grosse und die Kleine Stucki in ActionDie Stucki Felchenlaufrolle ist eine sehr gefällige Rolle und jede Einzelne wird sauber und präzise in der Schweiz verarbeitet. Die ganze Aluminiumspule ist aus einem Stück gedreht und wird eloxiert. Sie hat bei einem Leergewicht von etwa 138 gr, einen Scheibendurchmesser von 145 mm und eine Rollenbreite von 25 mm. Die Feststellschraube ist mittels einer „Stoppmutter“ fixiert und nicht genietet oder gepresst, was so einen tadellosen Service gewährleistet. Weitere Highlights sind ein absolut rundes und leichtes Laufverhalten (Gleitlager), direkter Kontakt zur Gambe/Hegene und damit zum Fisch, sowie keine Schnurverdrallung. Sämtliche Flächen oder Kanten sind absolut glatt und frei von Graten, ein verschleissen der Schur durch die Rolle ist so ausgeschlossen. Geliefert wird die Stucki Felchenlaufrolle mit einem Splinten und sie ist erhältlich für den Links- oder Rechtshandgebrauch. Diese Rolle gibt es auch als kleines Modell mit Durchmesser 125mm und einem Gewicht von 125 gr.


Fazit:

Stucki FelchenlaufrolleDie sauber und korrekt verarbeitete Rolle überzeugt optisch auf den ersten Blick und erweist sich im Gebrauch mit durchdachter Konstruktion als hervorragend für die Praxis geeignet. Für mich lässt die Stucki Felchenlaufrolle keine Wünsche offen und ist seit vielen Jahren mein ständig benutztes Lieblinsmodell. Die Felchenlaufrolle macht einen stabilen, langlebigen Eindruck, was mir der Praxistest seit Jahren immer wieder auf das Neue bestätigt. Selbst nach vielen Jahren intensiver Nutzung kann ich nichts Nachteiliges sagen und ich erwarte auch keine bösen Überraschungen. Der Preis von ca. SFR 220.00 (SFR 200.00 kleines Modell) ist sicherlich kein Sonderangebot, aber, Qualität hat ihren Preis und „Mann“ kauft ja schliesslich nicht jede Woche eine neue Felchenlaufrolle! Die Stucki Felchenlaufrolle ist die ideale Ergänzung zu einer feinfühligen Felchenzupfrute.


geschrieben am: 28. März 2007 / RR

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