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Pro Fisch / Teil I


Pro Fisch bedeutet beim Felchenfischen, Fairness gegenüber den Fischen und unseren Fischerkameraden.

Pro FischGerade unter den Felchenfischern ist ein rücksichtsvolles Verhalten am Fischwasser sehr wichtig. Da sich an den Hot-Spots oft sehr viele Schiffe versammeln, ist eine gewisse Rücksichtnahme auf andere Schiffe notwendig. Wenn man so einen Platz anfährt, unbedingt immer genügend Abstand zum nächsten Schiff halten und auch fragen ob der Abstand reicht. Man vermeidet so manche unnötige Konfrontation und lernt oft neue Fischerkameraden kennen. Felchenfischen bedeutet auch gemeinsames Fischen unter Freunden.

Da mit der Gamben/Hegenentechnik an guten Tagen ausserordentliche Fänge möglich sind, ist Selbsteinschränkung sehr wichtig. Niemand hat etwas davon in einem Jahr hunderte Felchen zu fangen, dadurch zusätzliche Limiten heraufzubeschwören, um ein Jahr später der Felchenfischerei nur noch eingeschränkt nachgehen zu können.

Mindestmasse sollte man ohne Hinweis eines Kontrolleurs einhalten. Da Felchen sehr empfindliche Fische sind, ist ein schonender Umgang sehr wichtig und man darf untermassige Felchen oder solche die man zurücksetzt, nur mit nassen Händen anfassen. Leider gibt es unter den Felchenfischern auch schwarze Schafe die statt eines Fischmasses eine Pfanne dabeihaben und alles abschlagen was in ihr platz hat.

Dem müssen wir entgegenarbeiten und durch unser Verhalten am Gewässer, dass vielerorts angeschlagene Bild der Gambe/Hegenefischerei wieder aufbessern.

Nur so können wir in Zukunft gemeinsam eine gute Felchenfischerei gewährleisten!

Pro Fisch und Natur!



Pro Fisch / Teil II


Jeder Fischer sollte seine Einstellung zum Thema Fisch, Fang und Technik selber für sich kritisch prüfen. Nicht der Sport sollte im Vordergrund stehen, viel eher die Technik und die Beute scheinen mir, sind der Ausdruck eigener Geschicklichkeit und sollte das Mass aller Dinge sein. In vielen Bereichen hat die Menschheit erkannt, dass man mit Hegemassnahmen und Pflege der Natur auf dem richtigen Weg ist, doch finden Appelle in gewissen Fischerkreisen, sehr wenig gehör. Leider hat sich die Erkenntnis noch nicht durchgesetzt, dass in unseren Gewässern heute keine unerschöpflichen Fischreserven mehr vorkommen. Dass es wichtig ist, dass jeder einzelne von uns, mit einer gesunden „Selbstbeschränkung“ seinen Beitrag dazu leisten kann, damit noch unsere Kinder und Enkel, sich dereinst an unserem schönen Hobby erfreuen dürfen.

Pro FischNoch heute erliegen viele Fischer dem Irrglauben, dass sich der Erfolg ausschliesslich an der Anzahl der gefangenen Fische messen lässt. Viel mehr trifft zu und das war schon immer so, dass der Erfolg auf die eigene Geschicklichkeit zurück zu führen ist und dem zu Folge als Gradmesser die Hauptsache sein sollte. Der Sinn für den „Wert“ muss sich entschärfen, damit der Fischbestand im Allgemeinen erhalten bleibt und sich wieder erfolgreich vermehren kann.

Ich stelle artgerechtes Fischen und technisches Können auf eine Stufe. Die Erfahrung hat mir gezeigt, dass es ohne perfektes Rüstzeug keine faire, zeitgerechte Einstellung gegenüber der Fischerei geben kann. Erst die Aussichten durch eigenes Können gute Fangergebnisse zu erzielen, entbindet uns von dem Zwang, die fragwürdige Bestätigung einzelner Erfolge im Weidenkörbchen nach Hause tragen zu wollen. Wer mit der Technik nicht umzugehen weiss, erliegt schneller der Versuchung, sein Ansehen durch vorweisen von grossen Fängen bestätigt zu sehen.

Diese Erkenntnisse führen uns zum unbeschwerten Fischen und zur Freude am Hobby, dann erst lernen wir das Gefühl kennen, ohne jeden Fangzwang und mit technischem Gespür, ein in allen Belangen fairer Sieger zu bleiben.

Pro Fisch und Natur!



Pro Fisch / Teil III


Die Freuden, die wir beim Fang eines Fisches erleben dürfen, sind immer wieder auf das Neue spannend und unvergleichlich schön. Wer in Harmonie mit der Natur und seinem Geist seine Fähigkeiten richtig einsetzt, wird des Öfteren mit einem herrlichen Fang belohnt. Viele Wege führen nach Rom, auch wenn es darum geht einen Fisch zum Anbiss zu verführen. Das ist auch gut so, denn gäbe es ein Erfolgsrezept, evt. mit Fanggarantie, wäre die Fischerei keine Herausforderung mehr und würde ihren Reiz schnell einmal verlieren.

Pro FischViele Fischer wollen jeden Fisch mitnehmen, während andere fordern, dass jeder erbeutete Fisch wieder zurückgesetzt werden muss. Dieser Disput ist unnötig, denn es ist eine Tatsache, dass die Fischbestände in den meisten Gewässern zurückgehen, obwohl es Fanglimiten gibt. Es ist nichts Unmoralisches daran, einen oder mehrere Fische zum Essen mitzunehmen. Wer hingegen sein Körbchen aus kommerziellen Gründen füllt, hat noch nicht erkannt, dass die Fischbestände auf der ganzen Welt unter einem immensen Druck stehen. Die Überfischung ist nur ein Faktor, weitere sind Umweltverschmutzungen, sowie industrielle und landwirtschaftliche Erschliessungen.

Freuen wir uns leise, auch wenn wir einen guten Fisch gefangen haben, denn wir werden am Respekt, den wir gegenüber dem Lebewesen Fisch haben gemessen. Wer erst einmal die Erfahrung gemacht hat, dass die Faszination beim Fischen weit über den Fisch und Fang hinausgehen, wird erkennen, dass das Fischen einen eigenen Spirit hat, der sich nicht in Worte fassen lässt. Die Gedanken für den Wert fairen Fischens müssen sich schärfen, damit uns und unseren Nachkommen der Fischbestand erhalten bleibt. Weder das gesprochene, noch das geschriebene Wort alleine genügen, nein, es bedarf des richtungweisenden Vorbild eines jeden Einzelnen. Diese Erkenntnis führt uns hin zum unbeschwerten Fischen und zur Freude an der Natur, losgelöst von jedem Erfolgszwang, stets ein fairer Gewinner zu bleiben.

Pro Fisch und Natur!



Pro Fisch / Teil IV


Pro Fisch ist ein bislang eher selten gehörter Begriff und wer sich dem verschrieben hat, steht oft vor einer schwierigen Aufgabe. Pro Fisch stellt ohne Zweifel gegenüber den anderen Anliegen des Tierschutzes eine gleichwertige Problematik dar. Andere Tiergattungen sind gegenüber den Fischen nicht höherwertiger. Fische verdienen die gleiche Beachtung und denselben Respekt, der auch anderen Tieren zu Teil wird. Leider orientieren sich noch heute viele Fischer, Vereine und überhaupt die Menschheit im Allgemeinen, immer noch mehr am Kriterium der Öffentlichkeitswirkung bei ihrem Handeln. Weite Teile der Bevölkerung verfügen über eine, bedauerliche Weise, mässige Umweltbildung und so lassen sich, immer schön durch die Rosa gefärbten Brillengläser betrachtet, ideologisch orientierte, klischeehafte Behauptungen leicht vermitteln.

Pro FischViele andere Tiergattungen lassen sich auf den ersten Blick sympathischer darstellen als Fische. So ist zum Beispiel der Einsatz für Vögel im eigenen Garten, über Wasservögel in öffentlichen Parkanlagen, die oftmals das ganze Jahr mit Freuden gefüttert werden, bis hin zu den Predatoren, welche man doch nicht einfach vergrämen oder gar abschiessen kann, ungleich höher als für Fische. Letztere kennen viele Menschen ja nur noch paniert, tiefgefroren und rechteckig. Und wenn dem Einen oder Anderen doch bekannt sein sollte, dass es eine Naturform davon gibt, so wird diese als eine reine Selbstverständlichkeit, mit unerschöpflichen Ressourcen betrachtet. Wie schlimme es wirklich darum steht belegt folgende Aussage eines Bekannten von mir der liebend gerne viel Fisch verspeist: „Wo es Wasser gibt, da leben auch Fische darin!“

Wer Fische und die Natur schützen will, muss sie auch nachhaltig hegen, pflegen und nutzen. Es gibt viel zu Tun, packen wir es an. Gehen wir als Fischer mit gutem Beispiel voran, jeder Einzelne kann seinen Beitrag dazu leisten. Korrekter und Nachhaltiger Umgang mit der Kreatur Fisch sowie stetige Öffentlichkeitsarbeit, in Form von Informationen von Fischer für Nichtfischer (z. B. Fragenstellende am Wasser, Konsumenten, oder am Stammtisch, u.s.w.), können schon mal ein Nachdenken bewirken. Fische können nicht sprechen und sich nicht beklagen, aber, haben sie deshalb keine Rechte!? Wie steht es mit ihrem Anrecht auf naturbelassene Habitate, mit einer Wasserqualität sowie einer Wassermenge, die ihnen ein vollständiges Nahrungsangebot und eine selbständige Vermehrung garantiert? Fischschutz, Renaturierung und Umweltschutz sind die Schlagwörter, die es gilt unseren Mitmenschen näher zu bringen, im Namen von Pro Fisch. In diesem Sinne!

Pro Fisch und Natur!



Pro Fisch / Teil V

Es ist unschwer zu erkennen, wir Menschen sind mittendrin. Ob nun am Anfang oder am Ende - es spielt keine Rolle - denn nur wir tragen die Verantwortung. Die Verantwortung für unser Handeln wurde uns durch die Evolution in die Wiege gelegt, nur wir Menschen verfügen über ein Hirn das fähig ist, unser Handeln sorgfältig abzuwägen. Täglich werden zahlreiche Arten Ihrer Lebensgrundlagen beraubt, teils werden sogar ganze Ökosysteme und Landschaften aus reiner Geld- oder Machtgier zerstört. Immer und öfters ist von höchster Stelle zu vernehmen, dass ein jeder Landesführer oder die sich aus solchen zusammensetzenden Räten, die Verantwortung als oberstes Gebot auf ihre Fahnen schreiben, zumindest verkünden sie dies meist am lautesten. Aber wie bitte meine Herren steht es mit der Sorgfalt!?

Pro Fisch - Pro Natur

Der seit Jahrhunderten bestehende Einklang mit der Natur ist weltweit durch die Industrie und den Raubbau an ihr gewaltig gestört worden. Längerfristig bringt es keinem was, wenn bei einem „Schnellschuss“ eine Fabrik im hintersten Nirgendwo errichtet wird (auch wenn es die Gesetze vor Ort zulassen), die zwar ein paar hundert Nasen vorübergehend Arbeit und Einkommen bietet, aber, die ungeklärten Abwasser in ein seit jahrtausenden jungfräulich reines Gewässer abgeleitet werden. Oder der „Dreck“, der aus den Kaminen ungefiltert aufsteigt und viele Kilometer weit sich in Form von saurem Regen auf alles Leben ergiesst - die Luft verpestet, Gemüse, Obst, jegliches Nahrungsmittel, sowie Tier- und Viehfutter mit diversen, oft undefinierbaren Giftstoffen belastet und zu guter Letzt in der Nahrungskette die Menschen und überhaupt sämtliche Lebewesen krank macht.

Pro Fisch - Pro Natur – Pro Mensch

Pro FischWir sind der Anfang und wir sind das Ende – was dazwischen passiert können wir mitbestimmen. Jeder Einzelne von uns muss lernen bewusster zu handeln, sorgfältiger zu wählen, um damit seine persönliche Verantwortung schon im Kleinen wahrzunehmen. Werft nicht immer alles gleich achtlos weg, nur weil es die Anderen auch tun. Trennt Euren Abfall und entsorgt ihn an den dafür vorgesehenen Einrichtungen. Schaut genauer woher eure Nahrungsmittel kommen, dasselbe gilt auch für alle anderen käuflichen Produkte. Stellt euch z.B. einmal folgende einfachen Fragen: „Woher stammt das Produkt und unter welchen Umweltaspekten wird es hergestellt?“ Bei den meisten von uns müsste dann die Erkenntnis in etwa so aussehen: Muss ich nun wirklich Fleisch, Fisch, Obst und Gemüse von dem hinter und letzten Platz irgendwo auf unserer Erde immer und jederzeit in den Regalen der Warenhäuser vorfinden? Warum kann ich mich nicht mit dem zufrieden geben, was mir die Mutter Natur in angemessener Nähe saisonal bietet? Wenn ich mich meinen Gelüsten hingebe und so auf frische Beeren aus „Hinterweissichnichtwo“ mitten im Winter nicht verzichten kann, so nehme ich in Kauf, dass solche Produkte über tausende Kilometer verschifft, geflogen und gekarrt werden – das Unmengen von Treibstoffen dafür benötigt werden und was am schlimmsten am Ganzen ist, dass ich meine Sorgfalt einfach auf die Seite geschoben habe.

Pro Fisch - Pro Natur – Pro Mensch - Pro Zukunft

Bringt das billigere TV Gerät wirklich einen Vorteil, na ja, sicher erstmal im Geldbeutel, aber langfristig? Wenn ein Produkt billig sein muss, dann muss es auch unter billigen Umständen hergestellt werden. Da bleibt kein Geld für gute Filteranlagen, da werden die Tage schnell zur Nacht, derart verdunkeln die Rauchwolken der Kamine den Tageshimmel. Das Wasser der Bäche, Flüsse und Seen weisst die unterschiedlichsten Farben auf, hervorgerufen durch vielfach giftige chemische Substanzen. An - sowie in - vielen solchen Gewässern ist leider kein Leben mehr möglich und dennoch, die Menschen und die Tiere die dort leben sowie die Natur die dort gedeiht, sind von diesem „Wasser“ abhängig – Sie haben kein anderes! Jede Verarmung der Biosphäre muss verhindert werden. Es darf nicht geschehen, dass in wenigen Jahrzehnten grosse Teile einer Evolution von Millionen von Jahren unwiderruflich ausradiert werden. Es gäbe mit Sicherheit noch viele Beispiele die ich hier aufführen könnte, doch darum geht es mir in erster Linie nicht und ich will uns Menschen auch nicht schlechter machen als wir sind. Vielmehr möchte ich aufzeigen, dass es auch für jeden Einzelnen von uns gar nicht schwer ist einen kleinen Beitrag zu leisten und Verantwortung zu übernehmen – aber bitte, immer mit der nötigen Sorgfalt, Danke Freunde. In diesem Sinne!

Pro Leben!



Pro Fisch / Teil VI

Das Fangen von Fischen ist ein einzigartiges Erlebnis und bereitet einem ein unbeschreibliches Gefühl und nur wer einmal selbst einen Fisch gefangen hat, kann dies nachvollziehen. Der Urtrieb des Homo sapiens, die Suche nach Beute, welcher in unseren Genen nicht völlig ausgelöscht ist, wird beim Fischen ausgelebt und führt uns zurück zu den Wurzeln unserer Anfänge. Fischen bedeutet Erleben und Geniessen - ein verschmelzen mit der Natur - Leidenschaft und Passion - Verantwortung und Hingabe - Erfolg und Misserfolg sowie Balsam für die Seele. Heutzutage geht es beim Fischen mit der Rute schon lange nicht mehr ums Überleben, schon gar nicht um den Broterwerb, sondern um den fairen Umgang mit der lebenden Kreatur, der mit Respekt begegnet werden muss. Lange schon bevor Tierschutz in Gesetzen und Verordnungen definiert war, entstanden für die Fischerei mit der Rute ungeschriebene Regeln unter den Fischern, die sogenannte Waidgerechtigkeit.

Pro Fisch Unter Waidgerechtigkeit beim Fischen versteht man ein gewisses Verhalten, dass für jeden Fischer gelten sollte. Dieses umfasst unter anderem die Hege und Pflege der Gewässer sowie deren Fisch-bestände und den Verzicht auf bestimmte als grausam geltende Fischereitechniken. Solches Verhalten ist nicht fest definiert, sondern unterliegt einer stetigen Weiterentwicklung.

Gesetze und Verordnungen gilt es einzuhalten, auch in der Fischerei. Die Sinnfrage lassen wir hier für einmal ausser Acht, die müsste ja eh von Fall zu Fall genauer untersucht werden. Doch was heisst das genau? Sind wir nun der Eigenverantwortung enthoben? Sind wir nur noch Marionetten, die wie an den Schnüren gezogen funktionieren? Das kann es nicht sein! Ein schmächtiger Fisch bleibt immer ein schmächtiger Fisch und wenn man ihn nicht wachsen lässt, hat er schlussendlich keine Chance sich weiter zu Entwickeln. Um zu diesem Schluss zu kommen, braucht es nicht zwingend Vorschriften, dazu reicht ein gesunder Menschenverstand völlig. Dieses Handeln nennt man dann Eigenverantwortung und die kann man keinem Menschen verbieten. Im Gegenteil, als eine der höchstentwickelten Spezies auf diesem Planeten ist es unsere Pflicht, der Natur und ihrer Fauna gegenüber Sorge zu tragen. Pro Fisch gerechtes Fischen geht weit über die zwischenzeitlich in Tier- und Naturschutzgesetzen sowie Fischereiverordnungen übernommenen Vorschriften hinaus - denn es geht beim Fischen nicht nur um den reinen Fangerfolg. Ein jeder Fisch muss, um sich selbstständig und natürlich fortzupflanzen, eine reale und faire Chance erhalten, damit er aufwachsen kann. In diesem Sinne!

Pro Fisch und Natur!



Pro Fisch und Natur / Teil VII

Der Mensch wurde nicht in eine Welt geboren die ausschliesslich ihm alleine zu Nutzen sein muss, geschweige denn, ihm alleine gehören würde. Das Existieren auf Erden ist eine z. T. komplizierte Symbiose mit der Natur und anderen Lebewesen, welche sich in Millionen von Jahren so Entwickelt hat, wie sie sich heute Darstellt. Das fordert von uns Menschen jeglichen Respekt und Achtsamkeit gegenüber dem Blauen Planeten.

Albert Schweitzer formulierte es 1974 treffend:

„Ich bin Leben das leben will - inmitten von Leben das leben will!“

Doch kein noch so schön verfasster Ethikbrief kann dieses weltweit und schon gar nicht umfassend garantieren. Jeglicher Eigenwert der Natur muss zwingend anerkannt und respektiert werden - jegliches Leben muss um seiner Selbstwillen geachtet sein. Wir müssen die Vielfalt, ob lebendig oder abiotisch schützen. Ob nun Menschen, Tiere, Pflanzen, Erde oder Elemente, ein Jedes fordert ihren Platz und dies gilt es immer zu Berücksichtigen – Jeder und Jedes besitzt einen Eigenwert.

Hans Jonas (Der grosse Philosoph des Lebendigen) meinte dazu:

„Wir Menschen haben gegenüber allen Wesen, Dingen und Gesamtheiten der Natur eine Treuhänderrolle, nicht nur um unsertwillen, sondern auch um ihrer selbst willen und aus eigenem Recht!“

Pro Fisch und NaturDie Natur lebt, lassen wir sie doch leben. Nicht nur für unsere Nachkommen damit diese auch in der Zukunft an einem „Lebendigen Wasser“ Erholung finden können - sondern um Ihrer Selbstwillen. Gestehen wir den einzelnen Lebewesen und Elementen ein Existenzrecht zu und Anerkennen ihren Eigenwert selbstlos. Die Natur sollte wann immer irgendwie möglich unangetastet bleiben, damit ihre Lebendigkeit, Einmaligkeit und Schönheit bewahrt bleibt. Spätestens wenn es um reine Güterabwägung geht, ist die Natur schnell in grosser Gefahr. Weil ihr Ausgang praktisch immer offen ist, ja in vielen Fällen nur der wirtschaftliche Nutzen realisiert wird, entsteht ein Ungleichgewicht und ganze Gebiete werden massiv verändert.

Wir sollen uns selbst mehr und mehr mit der restlichen Natur verbunden fühlen. Und diese Verbundenheit oder dieses Aufgehen im Ganzen erfahren wir in der Tat in der ökologischen Idee, dass alles mit allem zusammenhängt und sich wechselseitig beeinflusst. Wir Menschen sind denkende und empfindende Wesen, ausgestattet mit Empathie und Verständnis, um zu erkennen, dass die Natur voll von Werten ist. Der Appell zur Pflicht ihr gegenüber fordert uns heraus, und wegen unseres Wahlvermögens müssen wir unser Tun verantworten.

Arne Naess

Der Mensch ist – wenn auch nur zum Teil – ein freies Wesen. Seine Freiheit, die sich durch Macht, Gier, List und modernster Technik darstellt, sollte ihn allerdings nicht dazu nötigen, alles zu tun, was in seiner Macht steht. Sein Handeln stösst an Grenzen, will er nicht die Freiheit und die Existenzberechtigung anderer verletzen (frei nach: F. Stähli). In diesem Sinne!

Seele des Menschen, wie gleichst du dem Wasser!
Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind!

J. W. Goethe

Pro Natur und Fisch!

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