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Die Eintagsfliegen


Sie sind die ursprünglichsten unter den Fluginsekten, es gibt sie schon seit 200 Millionen Jahren. Die Eintagsfliegen bilden eine eigene Gattung innerhalb der Klasse der Insekten. Von den weltweit bekannten ca 2750 Arten, leben in Mitteleuropa mehr als 100 dieser prächtigen Vierflügler.


Die Eintagsfliege


Die meisten Eintagsfliegenlarven ernähren sich nach heutigen Erkenntnissen vom Algenbelag der Steine und Wasserpflanzen sowie von organischem Plankton (Phytoplankton). Einzelne Arten verhalten sich auch räuberisch und fressen Larven und Kleinkrebse. Die Atmung erfolgt durch dünnhäutige Tracheenkiemenblätter, die an beiden Seiten des Hinterleibes sitzen und bei den einzelnen Arten recht verschieden gestaltet sind. Die jüngsten Larven haben noch keine Kiemenblättchen, bei ihnen genügt die Hautatmung. Die erwachsenen Larven erkennt man an den schwarzbraunen Flügelscheiden, die schon auf die ersten Hinterleibsabschnitte reichen. Die Larven häuten sich 8 - 30 Mal und brauchen für ihre Entwicklung meist ein Jahr, teilweise bis zu 3 Jahren.


Eintagsfliegen Larve


Das Schlüpfen samt der Entfaltung der vier verhältnismässig grossen Flügel dauert meist nur wenige Sekunden, höchstens eine Minute und erfolgt gleichzeitig, so dass es zum Massenauftreten der Eintagsfliegen kommen kann. Das aus der Larvenhülle schlüpfende Tier ist aber noch nicht das geschlechtsreife Imago (Vollinsekt), sondern ein Vorstadium, die Subimago, die sich noch ein letztes Mal häuten muss, bevor das Tier die Geschlechtsreife erlangt. Das Subimagostadium dauert bei den verschiedenen Arten ungleich lange, zwischen einigen Minuten und ungefähr 30 Stunden. Die geschlechtsreife Eintagsfliege (Imago) lebt je nach der Art nur wenige Stunden, meist 2 bis 3 Tage, selten, und auch bei diesen Arten nur die Weibchen, 2 bis 3 Wochen. Ihre Beine sind so schwach, dass sie nur noch zum Sitzen, nicht aber zum Laufen taugen. Die verkümmerten Mundwerkzeuge gestatten keine Nahrungsaufnahme. Tagsüber sitzen die Tiere in Verstecken. Erst wenige Stunden vor Sonnenuntergang beginnt das Paarungsspiel.


Die Eintagsfliege


Eintagsfliegenlarven stellen wichtige Indikatoren für die Gewässergüte dar. Ihre Larven und vor allem die Puppen gehören während den Schlupfperioden zur Nahrung der Felchen und werden durch unsere Nymphen imitiert. Der Stellenwert dieser Insekten als Felchennährtiere ist sehr gering, da sich die Larven vorwiegend in den wärmeren Flachwasserzonen, sowie in den bewachsenen Uferregionen aufhalten. Meine Erfahrung hat gezeigt, dass sich während der Schlupfperioden ein Versuch auf Felchen in den Flachwasserregionen immer lohnt. Vielfach sind es gerade die Grossen Schwebefelchen, die in diesen Wassertiefen ihre Nahrung suchen und einer fetten Proteinnahrungsquelle nicht abgeneigt sind.


Larven und Puppen Imitationen


Als empfehlenswerte Imitationen haben sich bei den Larven wie bei den Puppen Nymphen, auf Hakengrösse 12, 10 und 8 gebunden mit Glitzereffekt, als die erfolgreichsten Muster erwiesen. Bei der Fortbewegung (Nahrungssuche, Aufsteigen) verändert sich die Sichtigkeit der Larven und Puppen für die Fische. Verantwortlich dafür sind die Nährstoffe im Wasser und die Helligkeit (Licht) im Allgemeinen. Die Auswirkungen durch den Lichtbrechungsindex auf die Larven und Puppen haben zur Folge, dass diese je nach Verhältnissen verschieden farbig glitzern und reflektieren.

Tipp: Es ist schwierig einen Universellen Tipp zu den Farben abzugeben, da in den meisten Gewässern unterschiedliche Verhältnisse herrschen. Wenn die Felchen plötzlich eine Farbe verschmähen und nicht mehr beissen wollen, wechsle auf eine andere Farbe, auch wenn es gerade nicht der Regel entspricht. Vielfach geht es nun mit den Bissen weiter, dass heisst aber auch, die Fische nehmen den Köder wieder wahr!


geschrieben am: 07. Mai 2007 / RR


Quellenangaben: Die wissenschaftlichen relevanten Informationen zum Thema Eintagsfliegen stammen von: Wikipedia, vielen Dank Freunde!


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