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Von Fischer für Fischer


Shimano Coregonus

Das immer mehr Hersteller Felchenzupfruten in ihr Programm nehmen zeigt, wie diese populäre Fischereitechnik auf Felchen / Renken und Maränen, mehr und mehr Anhänger in ganz Europa findet. Die Firma Shimano hatte in der Vergangenheit schon einige Modelle an Felchenzupfruten im Sortiment, doch wie das so ist, waren diese Ruten eher im günstigeren Preissegment gehalten und demzufolge spielten diese Zupfruten auch nie ganz in der „Oberliga“ mit. Ich möchte aber dazu fügen, dass das Preisleistungsverhältniss, sowie die Verarbeitung dieser Modelle, absolut Top sind!

Shimano CoregonusNun haben die Entwickler bei Shimano, in Zusammenarbeit mit Schweizer Felchenfischern, einem wahren Meisterwurf gelandet! Die Speed Master „Coregonus“ und die Beast Master „Coregonus“ sind zwei wahre Meisterwerke. Wie nicht anders zu erwarten von Shimano, ist die Verarbeitung erste Klasse und die Wahl der Materialien vom feinsten. Die feinen Blanks der Ruten wissen zu gefallen und in beiden wurde die von Shimano erfolgreich getesteten „Biofibre“ Materialien eingebunden. Die verleihen den neuen Felchenzupfruten auch bei einer vollparabolischen Aktion die nötige Stärke, um auch grössere Fische sicher zu drillen. An beiden Zupfruten werden Fuji-Ringe verwendet, die gerade für die beim Felchen/Renkenfischen immer beliebteren, geflochtenen Schnüren, hervorragend geeignet sind.

Speed Master "Coregonus"Im vergangenen Sommer hatten wir das Vergnügen, diese neuen Felchenzupfruten von Shimano am Bielersee ausgiebig zu testen. Und obwohl es sich um Prototypen handelte, waren das gesamte Testteam und ich uns einig, diese Ruten brauchen auf dem Markt keinen Vergleich zu scheuen und werden mit Sicherheit ihre Anhänger schnell finden! Die Speed Master „Coregonus“ ist ein Traum von einer Felchenrute und wie könnte es auch anders sein, sie wartet mit einer „Exklusiven Neuheit“ auf, dem Schraubrollenhalter aus Carbon an einer Felchenzupfrute.

Carbon SchraubrollenhalterMit dieser Entwicklung in die richtige Richtung, hat Shimano bewiesen, dass es doch möglich ist, einen von vielen Fischern geforderten „Sicheren“ Schraubrollenhalter zu konstruieren, der so wenig wie möglich ins Gewicht fallen sollte. Diese, zugegeben auf den ersten Blick etwas eigenwillige „Bauweise“, kommt erstmal ein wenig „ungewöhnlich“ daher, doch man könnte auch sagen, dass macht diese Felchenzupfrute erst „Eigen“. Auch ich hatte am Anfang meine Bedenken, doch als ich die Speed Master „Coregonus“ mit montierter Laufrolle zum ersten Mal in den Händen hielt, musste ich mir eingestehen, dass halt so wie öfters im Leben, der „Erste“ Eindruck auch täuschen kann. Wieder meinen Erwartungen lag die Speed Master fantastisch in meiner Hand und die mit Schraubrollenhalter 85 Gramm leichte Rute verschmolz mit der Laufrolle zu einer perfekten Harmonie. Die Fans von Shimano Produkten, insbesondere die Felchen/Renkenfischer unter diesen, die eine Schraubrollenhalter bevorzugen, werden an der Speed Master „Coregonus“ ihre wahre Freude haben!

Die Beast Master „Coregonus“ ist die Preiswertere Zupfrute im Neuheiten Angebot von Shimano, ausgestattet mit Schieberollenhalter und auch mit Fuji-Ringen für geflochtene Schnüre. Während die Speed Master in einem dezenten, matten Schwarz daher kommt, ist die Beast Master dem Beast Masterkonzept treu geblieben und hat dasselbe Design wie die ganze Serie. Beide Modelle sind dreiteilig, während die Speed Master mit drei auswechselbaren Spitzen geliefert wird, sind es bei der Beast Master deren zwei. Ich favorisiere jeweils bei beiden Ruten die weisse Spitze, denn sie die feinste!

Ich für meinen Teil, bin angenehm überrascht, was Shimano zu Stande gebracht hat. Ich erlaube mir im direkten Vergleich, abgesehen von dem von mir so geliebten Schieberollenhalter, die Speed Master „Coregonus“ auf eine Stufe mit der Stucki Felchen „Spexial“ zu stellen! Sie ist ebenso schnell und hat im gesamten eine perfekte Aktion, sowohl während der Köderführung, als auch im Drillverhalten. Im Weiteren sehe ich den Vergleich zwischen der „Coregonus“ und der „Spexial“ eher als eine Symbiose, denn nun kann jeder Felchen/Renken oder Maränenfischer zwischen zwei praktisch identischen Felchenzupfruten entscheiden, ob er nun lieber Schraubrollenhalter oder Schieberollenhalter bevorzugt.

Beast Master "Coregonus"Die Preiswertere Beast Master „Coregonus“ hat sich bei unserem Test besonders durch ihre Leichtigkeit von 75 Gramm, ihrer vollparabolischer Aktion und ihrem Standvermögen hervor getan. In der Testphase fingen wir Weissfische von 1.5 – 2 Kilo und der Drill mit der Beast Master hielt was er versprach, die wildesten Fluchten in der Tiefe, sowie das „Geturne“ vor dem Feumer, waren für den feinnervigen Blank kein Problem. Nun, wer sich keine Felchenrute im obersten Segment leisten will/möchte, oder vielleicht an eine Zweitrute denkt, dem, sei die Beast Baster „Coregonus“ empfohlen!


Fazit:

Ich möchte meinen Bericht nicht als Lobeshymne verstanden haben und es gibt in den unteren Preisklassen sicher auch gute und brauchbare Zupfruten zum Felchenfischen! Aber eben, die spielen dann in der „Zweiten“ Liga. Das Material hat schon immer einen grossen Teil am Erfolg eines gelungenen „Fischtag“ am Wasser ausgemacht. Sei es beim Drill die Aktion, beim Fischen das geringe Gewicht oder wie speziell bei unserer Fischereitechnik die feinfühlige Sensibilität, dies alles sind Faktoren die den Unterschied ausmachen.

Und was die Preise anbelangt, vergleicht mal, was eine durchschnittliche Fliegenrute kostet und ihr werdet staunen, wie Preiswert unsere Spitzenmodelle zum Felchen-/Renken und Maränenfischen sind.


geschrieben am: 31. Oktober 2006 / RR

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