Sie läuft und läuft und läuft, und der Vergleich mit einem Pedalo Mobile scheint mir angebracht! Hinter der Laufrollenserie KST-SPEZI steht Kurt Strässle, ein Fischer und Tüftler, der es verstanden hat, seine Ideen umzusetzen und dem mit seinen Laufrollen eine wahrlich meisterhafte Alternative zu den auf dem Markt befindlichen Rollen gelungen ist. Die Laufrollen sind aus einem Stück Coridal- Aluminium gedreht, alle weiteren Metallteile sind aus Inox gefertigt und sie läuft mit zwei geschlossenen Hochleistungs- Kugellagern. Der Rollenfuss wurde eher gross gefertigt, ist aus Widerstandsfähigem Kunststoff und kann je nach bedarf, mit einer gröberen Schlüsselfeile problemlos auf die optimale Passform zur jeweiligen Rute gebracht werden.
Es gibt viele Meinungen wie die perfekte Arretierung der Felchenlaufrolle zu funktionieren hätte und wo sie am besten, der Bedienung wegen, angebracht sein sollte. Selbstredend hat sich Kurt Strässle, in manchen schlaflosen Nächten, auch darüber den Kopf zerbrochen und bittet mit seinen Felchenlaufrollen, eine wie nicht anders zu erwartende, einfache, aber durchaus durchdachte Lösung an. Bevor ich näher darauf eingehe, möchte ich dazu noch folgendes sagen: Als langjähriger Felchenfischer habe ich mich an das „Stucki-Modell“ gewöhnt und was die Handhabung der Felchenlaufrolle im Allgemeinen Betrifft, meinen eigenen Stil entwickelt. Ich bin überzeugt, vielen Liebhabern der Laufrolle unter den Felchenfischern geht es ebenso, ganz nach dem Motto: „Der Mensch, das Gewohnheitstier!“ Als ich unlängst mit Kurt darüber diskutierte und meine Gedanken und Wünsche anbrachte, meinte er nur, auf ein paar schlaflose Nächte mehr oder weniger käme es auch nicht mehr an. Freunde, ich bin kein Hellseher doch mein Bauchgefühl sagt mir, dass uns der Kurt noch mit mancher Erneuerung überraschen wird!
An den meisten Felchenlaufrollen der neuen Generation befindet sich die Rollenarretierung (keine Bremse) auf der vorderen Seite der Rollen. Sie wird durch eine viertel Drehung an der Kunststoffmutter auf der Mittelachse aktiviert (durch anziehen) und löst sich beim Drill von selber, man braucht die Rolle nur vorwärts zu drehen. Dafür sind zwei Hände nötig. Diesbezüglich beschritt Kurt Strässle neue Wege. An der KST-SPEZI Felchenlaufrolle ist die Arretierung der Rolle auf der Rückseite an dem Rollenführungsbügel angebracht. Das Prinzip ist das einer Schleifbremse und sie blockiert nicht. Das hat den Vorteil, dass wenn die Arretierung aktiviert ist, man die Rolle trotzdem, ohne die Arretierung zu lösen, in beide Richtungen drehen kann. Man kann nach dem Drill sofort mit einkurbeln beginnen und erst dann die Arretierung lösen. Zum eigentlichen Drill empfiehlt sich das lösen der Arretierung auf jeden Fall. Das ein- und ausschalten der Arretierung ist so simpel wie genial! Dazu wird lediglich der kleine Hebel auf dem Rollenführungsbügel zum aktivieren nach unten gezogen und zum lösen nach oben geschoben, das ist alles! Auf dem Bild ist die Arretierung aktiviert. Das ein- und ausschalten der Schleifbremse wird mit einer Hand ausgeführt, wobei wie oben geschrieben die Rute dementsprechend gehalten werden muss, um den Hebel auch erreichen zu können.
Wer kennt das nicht, im Eifer des Gefechts, oder sei es der liebe Wind, was auch immer, die Schnur kommt von der Rolle ab und liegt nun zwischen der Rolle und dem Rollenführungsbügel auf der Achse!?! Auch für dieses Problem bittet die KST-SPEZI Felchenlaufrolle die Perfekte Lösung und wenn ich schreibe Perfekt, meine ich auch Perfekt! Dem Erfindergeist sei es gedankt, mit einer einfachen Klappbewegung wird die Rollensicherung gelöst und die Rolle kann innert Sekunden vom Rollenführungsbügel abgezogen werden. Die Schnur wird nun von der Achse geschüttelt und ebenso schnell wird die Rolle wieder in die Rollensicherung gesteckt und per Hebelbewegung gesichert. Dieses Prinzip halte ich für das beste, was es zurzeit auf dem Markt gibt.
Sämtliche Teile an der KST-SPEZI Felchenlaufrolle sind austauschbar und Kurt Strässle bietet einen dementsprechenden Service an.
Fazit:
Ich habe die KST-SPEZI Felchenlaufrolle getestet und mein Prädikat: „Sehr empfehlenswert!“ Die Lauffreudigkeit einer solchen Rolle kann man nicht beschreiben, man muss erst einmal mit ihr gefischt haben, um zu der Überzeugung zu gelangen, dass sie einer neuen Philosophie entspricht, die schwer in Worten wieder zu geben ist. Alleine schon die Futures sind Grund genug so eine Laufrolle einmal zu testen und um gleich noch eine Neuerung, die schräg stehenden Kanten, in der Praxis zu erleben. Ja Freunde, ihr könnt es mir glauben, es ist ein Erlebnis mit solch einer Felchenlaufrolle zu fischen. Wobei ich wohl nicht extra erwähnen muss, dass auch die KST-SPEZI Felchenlaufrolle die Fische nicht von selber fängt.
Einen grossen Teil der Arbeiten an den KST-SPEZI Felchenrollen wird in Handarbeit von Kurt Strässle persönlich verrichtet. Das entgräten vor dem eloxieren, dass polieren und der Zusammenbau der einzelnen Teile, wobei die Schrauben alle mit Loctite vor dem Zusammenbau zusätzlich gesichert werden. Dieser Aufwand ist umso besser zu verstehen, weiss man Kurts Aussage von wegen jede einzelne Rolle ist wie ein Kind von mir, richtig zu deuten! Kurt wir danken dir! Wir sind gespannt auf deine weiteren Inspirationen und freuen uns jetzt schon darauf.